Spielplätze, Schulhöfe, Straßen – Kommunen können ihre Angebote viel passgenauer konzipieren, wenn sie Kinder und Jugendliche an der Planung beteiligen. Deswegen hat sich die Landeshauptstadt Potsdam mit ihrem Leitbild der Bürgerkommune und der kinder- und familienfreundlichen Stadt zum Ziel gesetzt, Heranwachsende an möglichst vielen sie betreffenden Entscheidungen und Planungen zu beteiligen. Doch nicht alle Verwaltungsbereiche, die die Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen mit gestalten, setzen dieses Ziel zufriedenstellend um.
Der Fachbereich Kinder, Jugend und Familie der Stadtverwaltung Potsdam initiierte deshalb zusammen mit dem Kinder- und Jugendbüro des Stadtjugendrings Potsdam sowie mit ausgewählten Expertinnen und Experten eine Arbeitsgruppe. Unterstützt wurde diese vom Servicebüro der Initiative „Für ein kindergerechtes Deutschland“. Ziel der Beratung war es, gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, um Partizipation strukturell in allen relevanten Bereichen der Stadtverwaltung zu verankern. Zunächst erhob ein umfassender Fragebogen an die Bereiche der Stadtverwaltung den aktuellen Status quo in Sachen Beteiligung. Im Rahmen eines verwaltungsinternen Fachtags, der von der Arbeitsgruppe organisiert wurde, debattierten die Teilnehmenden die Ergebnisse der Befragung und mögliche Vorgehensweisen, um Beteiligungsaktionen im Rahmen des Verwaltungshandelns der Landeshauptstadt Potsdam zu verstetigen. Ein entsprechender Beschluss der Stadtverordneten unterstützt dieses Vorhaben. Zudem wurde aus Mitarbeitenden der verschiedenen Fachbereiche der Potsdamer Stadtverwaltung ein Arbeitskreis gegründet. Dieser wird zukünftige Projektplanungen gemeinsam auf Beteiligungsmöglichkeiten hin prüfen und sich fachübergreifend für die Verankerung von Kinder- und Jugendbeteiligung in Potsdam stark machen.
Leistungen des Servicebüros:
Beratungszeitraum: Dezember 2009 bis Juli 2010