Projektbeschreibung:„Regensburg hat das Glück der späten Industrialisierung“ beschreibt die Süddeutsche Zeitung die Entwicklung der letzten Jahre: Die Universität samt erfolgreicher Spin-offs, große und mittelständische Firmen sorgen für Wachstum. Damit einher gehen Wohnungs- und Raummangel – erschwert auch durch die spezifischen Anforderungen einer historisch geprägten Altstadt. Auf Grundlage eines bestehenden Konzepts für ein kindergerechtes und familienfreundliches Regensburg will das Amt für kommunale Jugendarbeit in Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Bedarfe von Kindern und Familien stärken und die Vorteile von Beteiligungsverfahren deutlich machen. Im Juni 2010 startete das Amt einen beteiligungsorientierten Prozess um Instrumente der kinder- und familienfreundlichen Stadtplanung in Regensburg zu verankern:
- Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung (Stadtplanungsamt, Stadtentwicklungsplanung, Gartenamt), Politik (Jugendhilfeausschuss), freien Trägern (Vereine, Jugendzentren, Stadtjugendring, Familienzentren) und Schulen wurden in einem Auftakttreffen mit Expertenvortrag zum Thema „kinderfreundliche Stadtplanung“ für Beteiligungsverfahren und kinderfreundliche Stadtplanung begeistert.
- Eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertreterinnen und Vertretern der oben genannten Gruppen nahm im Sommer 2010 die Arbeit auf und begleitet das Vorhaben aktiv.
- In Stadtteilstreifzügen wurde im November 2010 die historische Altstadt Regensburgs als erster Stadtteil mit Kindern und Jugendlichen exemplarisch untersucht. Kriterien, Erwartungen und Anforderungen der Zielgruppe an ihr Lebensumfeld wurden detailliert erfasst.
- Die Arbeitsgemeinschaft entwickelt basierend auf den Ergebnissen der Streifzüge und anderen vorausgegangenen Beteiligungsverfahren einen Kriterienkatalog für kinderfreundliche Stadtentwicklung. Dieser soll dem Stadtrat 2011 vorgelegt werden.
Leistungen des Servicebüros:
- Fahrplan: Koordination der Projektschritte und Termine
- Expertenwissen: Gewinnung eines geeigneten Beteiligungs-Experten für die Auftaktveranstaltung
- Moderation: Organisatorische und methodische Begleitung sowie Dokumentation der Auftaktveranstaltung und zweier Arbeitstreffen
- Durch die Anleitung des Prozesses konnten zusätzliche Mittel vom Deutschen Kinderhilfswerk erschlossen und damit die Streifzüge durch externe Planungsfachkräfte begleitet werden.
Beratungszeitraum: Juni bis Dezember 2010
Quelle: http://www.kindergerechtes-deutschland.de/beratung/beratungsprojekte/regensburg.html