Pressemitteilung vom 15.12.2008

Kindergerechtigkeit entscheidet sich vor Ort

Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Praxis diskutierten gemeinsam mit 30 Kindern und Jugendlichen beim Fachkongresses „Schützen, fördern, beteiligen – Für ein kindergerechtes Deutschland“ am 4. Dezember in Berlin, wie der Alltag und die Lebensbedingungen in  Deutschland kindergerechter gestaltet werden können.

Ziel des Kongresses war es, mit Vorlage des Zwischenberichts zum Nationalen Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ (NAP) Impulse für die Weiterentwicklungund die konkrete Umsetzung vor Ort zu geben. In seinem Eröffnungsvortrag stellte Dr. Hermann Kues, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Zwischenbericht vor und resümierte, Deutschland sei auf einem guten Weg hin zu einer kindergerechteren Gesellschaft. „Für die zweite Halbzeit desNationalen Aktionsplans wünsche ich mir, dass wir noch stärker als bisher auf die konkreten Lebenswelten der Kinder und Jugendlichen eingehen und gute Ideen noch stärker in den Kommunen und Institutionen vor Ort verankern“, erklärte Kues und forderte dazu auf, den mit dem NAP begonnenen Weg konsequent fortzusetzen.

In dem gemeinsam mit Heribert Mörsberger – einem der Initiatoren des NAP – vorbereiteten Vortrag zeichnete Dr. Jörg Maywald, Mitglied der NAP-Lenkungsgruppe, Sprecher der National Coalition und Geschäftsführer der Deutschen Liga für das Kind den Weg des NAP von seinen Ursprüngen bis zur Gegenwart nach. Er verwies auf die besonderen Chancen, die der Nationale Aktionsplan insbesondere aufgrund der Einbindung nichtstaatlicher Akteure und seines ressortübergreifenden Charakters biete. Stephan Grünewald, Geschäftsführer des rheingold Instituts für Markt- und Medienanalysen, machte aus psychologischer Perspektive deutlich, dass eine kindergerechte Gesellschaft nur unter Berücksichtigung der veränderten, von Medien, Konsum und komplexen Familienkontexten geprägten Lebenswelten erreicht werden könne. „Junge Menschen haben den Wunsch nach mehr Teilhabe und Mitwirkung in der Gesellschaft und müssen aktiv beteiligt werden“, betonte Prof. Manfred Liebel, Kinderrechtsexperte vom Institut für Globales Lernen der FU Berlin. Es sei von zentraler Bedeutung, den Weg zu einer kindergerechten Gesellschaft nicht nur für, sondern mit Kindern und Jugendlichen zu gestalten.

Im Rahmen der Kooperation mit dem Projekt „Kinder- und Jugendbeteiligung an der Umsetzung des NAP“ des Deutschen Bundesjugendrings (DBJR) und der Servicestelle Jugendbeteiligung gestalteten 30 Kinder und Jugendliche den Fachkongress engagiert mit. Sie demonstrierten in einer szenischen Darbietung am Beispiel des Kindergipfels der Naturfreundejugend, wie Partizipation in der Realität gestaltet werden kann und forderten die Erwachsenen auf, zuzuhören und einen ehrlichen Dialog zu führen.

Der Zwischenbericht zum Nationalen Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010“ kann auf dem Webportal der Initiative „Für ein kindergerechtes Deutschland“ (www.kindergerechtes-deutschland.de) herunter geladen werden. Ab Februar 2009 steht
außerdem die Dokumentation des Fachkongresses zum Download zur Verfügung.

 

Pressekontakt:

Initiative „Für ein kindergerechtes Deutschland“
c/o neues handeln GmbH
Johanna Cantz
Lindenstraße 20
50674 Köln

Telefon: 0221 16082-30
Telefax: 0221 16082-24

presse@kindergerechtes-deutschland.de
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Presseinformationen

Quelle: http://www.kindergerechtes-deutschland.de/pressearchiv/pressemitteilung-15.12.2008-kopie.html
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