UN-Kinderrechtskonvention

Die Kinderrechte als Ausgangspunkt des Nationalen Aktionsplans

Der Nationale Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010” basiert auf dem „Übereinkommen über die Rechte des Kindes”, kurz die „UN-Kinderrechtskonvention”, die am 20. November 1989 von der UN-Vollversammlung beschlossen wurde.

Die Bundesrepublik Deutschland ratifzierte die UN-Kinderrechtskonvention am 5. April 1992 und nahm in Folge dessen im Jahr 2002 am 2. Weltkindergipfel in New York teil. Das Abschlussdokument des 2. Weltkindergipfels „A World Fit For Children” forderte alle teilnehmenden Staaten dazu auf, nationale Aktionspläne zur Umsetzung der Forderungen auszuarbeiten. Daraufhin beschloss die Bundesregierung im Jahr 2005 den Nationalen Aktionsplan „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010”, der maßgeblich zur Umsetzung der UN-Kinderrechte in Deutschland beitragen soll.

Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention

Die UN-Kinderrechtskonvention umfasst 54 Artikel. Über die Kinderrechte hinaus enthält sie Bestimmungen, die die Ratifizierung, Bekanntmachung und den weiteren Umgang der Staaten mit dem Vertragswerk regeln. Die UN-Kinderrechtskonvention beruht auf vier Grundprinzipien:

  • der Gleichheit und Gleichberechtigung aller Kinder weltweit (Art. 2)
  • dem Wohl der Kinder, ihrem Schutz und der Fürsorge für sie (Art. 3)
  • der Förderung der persönlichen Entwicklung jedes Kindes in größtmöglichem Umfang (Art. 6)
  • der Achtung vor der Meinung der Kinder und der Berücksichtigung ihres Willens bei allen Angelegenheiten, die sie betreffen (Art. 12)

Kinder im Sinne der Konvention sind alle jungen Menschen zwischen null und 18 Jahren. Das Besondere an der Kinderrechtskonvention gegenüber ihren Vorläufern ist, dass sie das Kind als Subjekt seines Lebens, als eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Rechten in den Mittelpunkt stellt. Kindern werden nicht nur besondere Fürsorge- und Schutzrechte zugesprochen, sondern ausdrücklich auch Rechte auf Förderung und Partizipation.

Gremien zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

1988 hat der Deutsche Bundestag eine „Kommission zur Wahrnehmung der Belange der Kinder”, kurz „Kinderkommission” genannt, eingerichtet. Aufgabe der Kinderkommission ist es, bei der Gesetzgebung und anderen Beratungsthemen im Bundestag die Kinderinteressen wahrzunehmen, Ansprechpartner für Kinderanliegen zu sein und eigene kinderpolitische Initiativen zu entwickeln.

Auf Ebene der Bundesregierung koordiniert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Aktivitäten zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention wird ferner von der National Coalition begleitet, in der sich rund 100 bundesweit tätige Organisationen und Initiativen aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zusammengeschlossen haben. Ziel der National Coalition ist es, die UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland bekannt zu machen und ihre Umsetzung voranzubringen.

Kinder- und Jugendreport zur UN-Berichterstattung über die Umsetzung der Kinderrechte in Deutschland

Über 3.500 junge Menschen zwischen fünf und 18 Jahren beteiligten sich über Fragebögen, Arbeitstreffen und Projekte an der Erstellung des ersten Kinder- und Jugendreports zur UN-Berichterstattung. Der Report wird dem UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes in Genf vorgelegt und soll Teil der Berichterstattung über die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention sein. Den Bericht und weitere Informationen finden Sie unter www.kinder-jugendreport.de.

Downloads

Quelle: http://www.kindergerechtes-deutschland.de/zur-initiative/kinderrechte/
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